Künstlerin Susanne Aanzee im Interview

Susanne Aanzee ist eine holländische Künstlerin, die das Jahr zwischen ihrer Heimat und der indonesischen Insel Bali verbringt. Sie war und ist eine begabte Künstlerin, die ihre Leidenschaft für das Wasser in ihren Kunstwerken festhält. Heute erzählt sie im Interview mehr zu ihrer Arbeit.

Liebe Susanne, ich danke dir vorab dafür, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Kannst du dich in wenigen Worten beschreiben?
Ich würde mich als eine kreative, unabhängige, sensible, intuitive und bewusste Person beschreiben.

Du bist Künstlerin und Fotografin. Was willst du mit deinen Gemälden und deinen Fotografien zum Ausdruck bringen?
Ich kreiere hauptsächlich Kollagen und Gemälde über die Beziehung von Mensch und Meer, inspiriert von Umweltorganisationen wie Green Peace und The Sea Shepard. Es geht viel darum, wie der Mensch mit der Natur umgeht, insbesondere mit dem Ozean und dem Leben darin. Inhalte sind aber auch meine Reisen, meine Tauchgänge und Surf Erfahrungen. Aktuell male ich hauptsächlich Surfer in Wellen, da ich die die Bewegung der Wellen liebe. Es ist eine ganz schöne Herausforderung die Bewegung auf Canvas zu bekommen, aber das Ergebnis begeistert mich jedes mal. Wenn ich einen Auftrag bekomme widme ich mich aber auch gerne anderen Themen wie Portraits oder Tieren.
Meine Fotografie habe ich ausschließlich dem Surfen gewidment. Ich liebe es die sich zwar wiederholenden aber intensiven Begegnungen zwischen dem Surfer und dem Wasser festzuhalten. Manchmal ist es wie ein Feuerwerk. Wenn ich das Foto mag, dann male ich das Motiv später sogar häufig.

Gab es ein Leben vor der Kunst und Fotografie? Was ist dein Hintergrund und was hat dich dazu bewegt dich der Kunst zu widmen?
Ich wusste schon als ich jung war, dass ich malen wollte. Ich war schon immer Künstlerin. Ich bin auf eine Kunstschule gegangen aber ich habe begriffen, dass es sehr schwer ist sich mit der Kunst den Lebensunterhalt zu verdienen. Deswegen habe ich mich nach der Kunstschule als Krankenschwester ausbilden lassen, habe parallel dazu aber immer gemalt und Kunstwerke kreiert. Für mich ist das Kreieren von Kunst lebensnotwendig, fast so wie Atmen.

Du bist körperlich stark eingeschränkt. Was ist der Grund dafür?
Vor 15 Jahren hatte ich einen schweren Unfall, ich bin von Treppen runtergefallen. Dazu habe ich noch die Autoimmunerkrankung CRPS entwickelt. Ich war lange Jahre an einen Rollstuhl gefesselt und lebe mit Nervenschmerzen. Nach vielen Behandlungen und Operationen habe ich wieder laufen gelernt und jetzt kann ich 100 Meter gehen. Ich habe zwar immernoch Schmerzen, aber ich habe herausgefunden, dass das Salzwasser mir gut tat. Ich habe mir sogar das Surfen beigebracht, mit nur einem Bein. Deswegen bin ich in Holland ans Meer gezogen.

Was für eine inspirierende Geschichte, du bist eine wahre Kämpfernatur. Was ist für dich das Schönste daran Künstlerin zu sein?
Es ist schön etwas mit den eigenen Händen zu kreieren, etwas schönes. Es ist jedes mal aufregend, wenn du ein Projekt beginnst und erfüllend wenn du das Projekt beendest. Jedes mal etwas komplett neues zu beginnen ist glaube ich mein Lieblingspart. Ich finde es auch aufregend Aufträge zu bekommen, auf die ich mich fokussieren kann. Das funktioniert sehr gut für mich.

Du verbringst eine Hälfte des Jahres in deiner Heimat in Holland und die andere auf der indonesischen Insel Bali. Was gefällt dir an deinem Leben auf Bali und wie inspiriert dieses Leben deine Arbeit?
Mein Leben auf Bali ist eigentlich ziemlich ähnlich zu meinem Leben in Holland. Ich liebe die balinesische Kultur, die Menschen, das Essen, die Gerüche des Räucherwerks, die Traditionen, die wunderschöne Natur, das Wetter und natürlich die guten Wellen, die so viel besser sind als die in Scheveningen in Den Haag. Auf Bali gibt es großartige Surfer, deswegen ist es einfach ein gutes Surf Foto zu schiessen und es dann nachzumalen. Dadurch, dass die Surf Community auf Bali so groß ist hat meine Arbeit schnell einen Weg in die Öffentlichkeit bekommen.

Was gibt dir die größte Inspiration und Energie für deine Arbeit?
Am Meer zu leben, im Wasser und am Strand zu sein. Aber ich beziehe meine Energie auch aus dem Malen. Wie ich schon sagte, es ist wie Atmen für mich, fühlt sich natürlich an und gehört zu meinem Alltag. Ich fühle mich immer etwas traurig wenn ein Gemälde fertiggestellt ist, denn es bedeutet Abschied.

Wenn du mehr von Susanne’s Arbeit sehen möchtest, folge Susanneatsea auf Instagram oder besuche das Susanne Aanzee Facebook Profil.

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